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Ergotherapie bei ParkinsonDie Parkinson-Krankheit entsteht durch das Absterben von Nervenzellen in einem genau definierten Bereich des Gehirns. Dieser Bereich nennt sich Substantia nigra oder zu deutsch schwarze Substanz und enthält Zellen, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Kommt es, wie bei der Parkinson-Krankheit, zu einer verminderten Produktion von Dopamin, treten Verschlechterungen der Beweglichkeit, aber auch geistige und seelische Symptome auf. Die Ursache, warum es bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit zu einem Absterben von Nervenzellen kommt, ist nicht bekannt. Eine häufige Ursache für Missverständnisse ergibt sich aus der Unterscheidung zwischen der eigentlichen (sog. idiopathischen) Parkinson-Krankheit und dem Parkinson-Syndrom.

Während die Parkinson-Krankheit immer auf dem oben beschriebenen Untergang Dopamin-produzierender Gehirnzellen beruht, bedeutet der Begriff "Parkinson-Syndrom" nur, dass der Patient typische Symptome zeigt (z. B. langsames, kleinschrittiges Gehen), ohne dass damit etwas über die Ursache der Symptome ausgesagt ist.


Die Symptome der Parkinson-Krankheit

1. Tremor (Zittern)

Das Zittern ist bei vielen Patienten das erste Anzeichen der Parkinson-Erkrankung und führte zu der Bezeichnung "Schüttellähmung".

Das Zittern beginnt einseitig an einem Arm oder einem Bein und kann sich dann auf die anderen Extremitäten ausbreiten. Typisch für die Parkinson-Krankheit ist im Gegensatz zu anderen Formen von Tremor, dass das Zittern vorwiegend bei entspannter Extremität und weniger beim Halten oder Bewegen der Extremität auftritt.

Oft kann das Zittern durch Medikamente nur unvollständig unterdrückt werden.

2. Rigidität (Muskelsteifigkeit)

Dieses Symptom besteht in einer Steifheit der betroffenen Körperregionen, die leicht feststellbar ist, wenn man einen betroffenen Arm oder ein betroffenes Bein passiv durchbewegt.

3. Bradykinese (Minderbewegung)

Hierunter versteht man eine Verlangsamung der Bewegungsabläufe. Unter diesen Begriff fallen auch die Schwierigkeiten, eine Bewegung überhaupt zu beginnen, und eine Verkleinerung des Bewegungsausmaßes. Typische Beispiele für Bradykinese sind die Verkleinerung des Schriftbildes, verlangsamtes und kleinschrittiges Gehen, aber auch die Verminderung des Ausdrucks in der Mimik und beim Sprechen.

4. Gleichgewichtsstörungen

Normalerweise wird unser Gleichgewicht durch Reflexe reguliert, die weitgehend automatisch ablaufen. Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es zu einer Verminderung dieser Reflexe, so dass die Patienten immer weniger in der Lage sind, sich selbst aufzufangen, wenn sie aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Mobilisation und Krankengymnastik sind wichtig, um die Gleichgewichtsregulation möglichst lange sicherzustellen.

Alle 4 genannten Symptome können im Verlauf eines Tages an Intensität stark wechseln. Dies liegt zum einen an der oft wechselnden Wirksamkeit der Medikamente, zum anderen aber auch an der besonderen Anfälligkeit von Bewegungsstörungen, auch psychische Faktoren, wie z. B. Angst, Anspannung und Stress.

Bitte beachten Sie auch das Kapitel Pflege- und Therapieinformation, in dem Sie weitere Informationen über die Parkinson-Krankheit finden.



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