Hoffnung für Lungenkrebs-Patienten: Mit einer neuartigen Lasertechnik lassen sich bösartige Metastasen schonend entfernen. Das gilt auch, wenn die Lunge bereits von vielen kleinen Tumorherden befallen ist.
Bislang galt eine Operation in diesen Fällen als aussichtslos. Operation: „Bei der herkömmlichen Methode trennen die Ärzte mit einem Klammernahtgerät die Metastasen vom gesunden Gewebe ab", erläutert Prof. Axel Rolle (61) vom Zentrum für Pneumologie, Thorax- und Gefäßchirurgie am Fachkrankenhaus in Coswig. „Weil dabei auch das zarte Lungengewebe verbraucht wird, ist diese Operation nur sinnvoll bei Patienten bis zu etwa zehn Tumorherden." Laser: Die als inoperabel geltenden Fälle behandeln Prof. Rolle und sein Team mit einem speziellen Laser. Über einen kleinen Schnitt in der seitlichen Brustwand tastet der Arzt mit den Händen die Lunge behutsam ab. Findet er eine Wucherung, schneidet er sie mit dem Laser heraus. Die Wunde wird bei dem Schnitt gleichzeitig versiegelt, so dass es kaum zu Blutungen kommt. Aussichten: Durch das gewebeschonende Verfahren können die Chirurgen mehr als 100 Metastasen im Laufe einer Operation entfernen. Werden die Tumorherde rechtzeitig entdeckt und entnommen, haben die Patienten laut Studien eine bessere Überlebensrate.
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